Handball bleibt mehr
  02.03.2018 •     TV Cannstatt - Gesamtverein

Der Jahresauftakt 2018 hatte es in sich für unsere Handballspielgemeinschaft Cannstatt/Münster/Max-Eyth-See. Weichenstellungen für die Jugend schon für die Saison 2018/2019 waren vorzunehmen, mit der VR-Talentiade wurde die HSG zur Bühne für die E-Jugend-Talentsichtung  - und die Ausrichtung der Wohninvest Academy Cup-Partie HBW Balingen-Weilstetten gegen den österreichischen Rekordmeister Handball Bregenz sorgte für Spitzenhandball im Zeichen des Ca-Mü-Max-Kleeblatts. Wohninvest Academy Cup? Handball-Erstligist TVB Stuttgart 1898 hatte dieses internationale Vorbereitungsturnier organisiert und die HSG Ca-Mü-Max als Partner vor Ort angefragt.

Entsprechend voll gepackt waren die ersten HSG-Wochen 2018. „Vor allem die VR-Talentiade hat uns gleich mit dem Jahresstart voll gefordert“, sagt HSG-Jugendtrainerin Andrea Junker. Umso größer die Freude, dass die Ca-Mü-Max-Kinder „ihre Sache ganz wunderbar gemacht haben“.

„Ein tolles Handballfest“ sahen die Ca-Mü-Max-Lenker um Nikolai Forstbauer und Wolfgang Junker dann am 27. Januar bei der Partie der Profis aus Balingen-Weilstetten und Bregenz - und freute sich zudem „über viele TSV-Handballer in der Halle“. Der Auftritt der Cheerleader-Truppe TVC-Allstars sorgte auch bei ihnen schon vor dem Spiel und in der Pause für Staunen und Beifall. 

Gespielt wurde die Wohninvest Academy Cup-Partie in der TVC-Halle am Schnarrenberg – „natürlich auch für uns als einer von vier HSG-Hauptvereinen eine tolle Sache“, freute sich TVC-Präsident Roland Schmid. Für Andrea Junker „besonders wichtig“: Vor dem Auftritt des Zweitligisten Balingen-Weilstetten mit Europameister Martin Strobel gegen den österreichischen EHF-Pokal-Teilnehmer Handball Bregenz (Endergebnis: 34:28) „durfte“, so sah es die „Cannstatter Zeitung“, „der Nachwuchs vor außergewöhnlicher Kulisse sein Können unter Beweis stellen. Die D-Jugend der HSG Ca-Mü-Max traf auf das Team des TSV Alfdorf/Lorch. „Man hat doch etwas die Aufregung gespürt“, sagte HSG-Jugendleiterin Carolin Eppeler – und gleichwohl entging auf der Tribüne so scharfen wie prominenten Augen nicht, „dass da wirkliche Talente zu sehen“ waren. Bernhard Bauer, ehemaliger Präsident des Deutschen Handball Bundes und langjähriger Präsident des Handballverbandes Württemberg, hatte es sich nicht nehmen lassen, eigens für das Jugendspiel früher in der Halle zu sein.

Was aber wäre ein toller Jahresauftakt, wenn die Punkte für unsere Teams fehlten? „Läuft“, kann man aber die weiteren Spiel der Rückrunde in den unterschiedlichen Ligen und Altersklassen beschreiben. Die HSG-Männer um ihren Trainer Joachim Hoffmann haben zurück in die Erfolgsspur gefunden und haben weiter alle Trümpfe für einen Aufstieg in die qualitativ dicht besetzte Bezirksliga in der Hand. „Noch aber ist nichts erreicht“, tritt Hoffmann auf die Euphoriebremse. Freude auch im Landesligateam unserer Ca-Mü-Max-Frauen. „Wir wissen wieder, wo das Tor steht“, zeigt sich Trainer Tim Wagner gewohnt konzentriert auf die Platzierung im oberen Tabellendrittel.

Im Jugendbereich zeigt der intensive Jahresauftakt offenbar Wirkung: Erneut konnten die Betreuerteams neue Minis und E-Jugendliche begrüßen. „Das ist toll“, sagt Andrea Junker, „wir müssen sie aber auch durchkriegen“. Sprich: so gut die HSG im unteren Jugendbereich besetzt ist – mit der Pubertät verbindet sich jedoch ein Zahlenschwund. Nicht nur die HSG hat diese Schwierigkeit erkannt: Von der Saison 2018/2019 an macht der Handball in Stuttgart verstärkt gemeinsame Sache – Stand jetzt mit einer spielstarken, als „Team Stuttgart“ auflaufenden männlichen B-Jugend. Möglich wird dies auch deshalb, weil alle Spieler auch für ihre Stamm-Mannschaften spielberechtigt bleiben. Das bedeutet (wieder einmal): reichlich Puzzlearbeit für Joachim Hoffmann als technischen Leiter der HSG. „Und“, sagt Wolfgang Junker, „das bedeutet natürlich auch, dass unser Gesamtpaket stimmen muss – nicht nur heute, sondern auch morgen.“ „Handball ist mehr bleibt unsere Leitlinie“, betont Junker – „entsprechend arbeiten wir nicht nur an der weiteren Qualifizierung unser Betreuer- und Trainerteams, sondern auch an Angeboten rund um den eigentlichen Spielbetrieb“.

Nächste wichtige Station auf diesem Weg ist das HSG Ca-Mü-Max-Sommerfest auf dem Gelände des TSV Münster – in diesem Jahr am 14. Und 15. Juli. Die HSG-Verantwortlichen hoffen auf ein ähnlich großes Echo wie in den vergangenen zwei Jahren – „und mit dem Aufwind aus dem Jahresstart und dem Frühjahr ist da noch etwas mehr drin“, glaubt Jugendleiterin Carolin Eppeler. Viele Teams und viele durstige und hungrige Besucher sind jedoch nicht nur schöner Lohn für das Engagement der ganzen HSG und ein gutes Signal an die Hauptvereine Spvgg Cannstatt, TV Cannstatt, TSV Münster und SKG Max-Eyth-See. „Jeder Euro über der Deckungssumme unserer Ausgaben kommt direkt der Arbeit mit unseren Teams zu Gute“, erinnert Wolfgang Junker.

Und nicht zuletzt: Ein tolles Sommerfest ist der beste Garant für einen erfolgreichen Start in die neue Saison 2018/2019. Noch also fiebern wir mit unseren Teams und schon geht der Blick auf die nächste Vorbereitung. Handball bleibt mehr in der HSG Ca-Mü-Max.